Pflegetipps für Leder – So pflegst Du Deine Lederhandtasche richtig

Leder ist ein beliebtes Material, wenn es um Accessoires wie Taschen oder Portemonnaies geht. Umso ärgerlicher, wenn durch Verschmutzung oder Abnutzung das Erscheinungsbild getrübt wird. Mit einer sachgemäßen Lederpflege sorgst Du dafür, dass Deine Lederprodukte auch nach langjähriger, intensiver Nutzung nicht an Strahlkraft und Robustheit verlieren.
Allerdings gibt es bei der Aufbereitung von Leder verschiedene Dinge zu beachten, denn abhängig von der Lederart benötigst Du unterschiedliche Lederpflegemittel. Hier erfährst Du, wie Du Lederprodukte richtig reinigst und worauf es bei der Pflege von Ledertaschen zu achten gilt. Außerdem geben wir Informationen zur Pflege von Glattleder, Veloursleder (früher auch Wildleder genannt) oder Nubukleder an die Hand. Wissenswertes zu den von uns verwendeten Lederarten findest Du hier.
Sachgemäße Pflege von Glattleder mit Lederfett
Lederfett eignet sich für alle Glattleder. Lederfett mit Bienenwachsanteil ist besonders hochwertig. Sehr feine Leder solltest Du am besten mit einem Bienenwachs-Lederbalsam behandeln. Doch was passiert genau bei der Lederpflege mit Bienenwachs und Fett?
Der Fettanteil erhöht die Elastizität und Reißfestigkeit des Leders, während das Wachs für zusätzlichen Schutz vor Nässe sorgt. Zudem lässt sich eine mit Bienenwachs behandelte Lederhaut deutlich besser polieren. Für eine umfassende Lederpflege solltest Du also auf Bienenwachs setzen.
Wenn Du Lederfett verwendest ist es wichtig, dass Du das Leder vorher mit einem trockenen, weichen Tuch säuberst. Bei stark beschmutztem Leder kannst Du auch ein feuchtes Tuch verwenden. Teste allerdings vorher, wie das Leder auf die Feuchtigkeit reagiert. Lederfett solltest Du sehr sparsam einsetzen. Verwende lieber etwas weniger und trage nach einem Weilchen eine zweite Fettschicht auf, denn überschüssiges Fett ist sehr schwer zu entfernen.
Tipp: Lässt sich das Lederfett schlecht verteilen – etwa bei niedrigen Temperaturen im Winter – kannst Du es auf der Heizung etwas anwärmen bis es weich wird.

Lederlotion: das Lederpflegemittel für zwischendurch

Eine Lederlotion ist eine Emulsion aus Wasser und Fett bzw. Öl und eignet sich für alle Glattleder. Meist ist diese recht flüssig und wird unkompliziert mit einer Spraydose oder einem Tuch aufgetragen. Beachte dabei, dass Lederlotionen regelmäßiges einfetten nicht ersetzen können. Idealerweise kombinierst Du beide Lederpflegemittel. Diese sind häufig im Doppelpack als Lederpflegeset erhältlich.
Achtung! Raue Leder sollten niemals mit Lederfett oder konventioneller Lederlotion behandelt werden. Verwende für raue Leder stattdessen spezielle Bürsten oder eine fettfreie Lederlotion.
Mit Lederöl gibt es eine Alternative zur Lederlotion, welche sich von dieser durch einen erhöhten Fettgehalt unterscheidet. Sie kann auf allen Glattledern angewendet werden und eignet sich besonders für große Flächen. Verwendest Du bereits Lederfett und eine Lederlotion, kannst Du beim Aufbereiten Deiner Ledertasche auf das Auftragen von Lederöl verzichten.

Das Imprägnieren von Leder ist nur bedingt zu empfehlen

Imprägnierspray ist für die meisten Ledertypen geeignet. Für unsere Ledertaschen und -accessoires verzichten wir auf die Verwendung von Imprägnierspray. So pflegen Lederfett und Lederlotion das Glattleder nicht nur, sondern verleihen ihm auch wasserabweisende Eigenschaften.
Die zusätzliche Anwendung von Imprägnierspray auf unseren Ledertasche und Accessoires macht somit wenig Sinn. Wir verzichten daher darauf unsere Produkte aus Glattleder, Nubukleder, Veloursleder und Co. zu imprägnieren.
Bei der Pflege von Veloursleder ist Imprägnierspray sinnvoller, weil das Leder sehr empfindlich ist und Lederfett ungeeinet. Wir empfehlen die Reinigung der Oberfläche mit einer weichen Bürste sowie den Einsatz einer speziellen Kupferdraht-Bürste zur Aufrauung der Oberflächenstruktur des Wildleders. Weil Veloursleder eher empfindlich und schlecht zu pflegen ist, verwenden wir es aber nur sehr selten.
Ein weiterer Grund weswegen wir unsere Leder nicht imprägnieren: monday market hat es sich zur Mission gemacht, so nachhaltig und ökologisch wie möglich zu arbeiten. Imprägnierspray enthält jedoch eine Vielzahl umweltschädlicher Chemikalien. Weiterführende Informationen zur Verwendung von Imprägnierspray auf Leder findest Du hier

Lederradierer und Bürsten zur Pflege von Rauleder

Raue Leder behandelst Du mit speziellen Lederradierern und Lederbürsten. Um ein Speckigwerden der Oberfläche zu vermeiden, empfehlen wir auf Lederfett und Lederlotion zu verzichten. Vielfach genügt es, Rauleder auszubürsten und wieder aufzurauen. Für die Pflege gibt es fettlose Farblotionen zum Auftragen, welche die Farbe auffrischen und das Leder pflegen.
Mit dem Radierer lassen sich ideal oberflächliche Fettflecken auf Leder entfernen. Lederradierer weisen eine offenporige Oberflächenstruktur auf und sind meist aus Kunstharz (etwa Melaminharz) gefertigt. Durch Reibung werden die Schmutz- und Fettpartikel abgelöst und entfernt. Radierer dieser Art eignen sich perfekt zur Pflege von Glattleder. Sie sind eine ideale Ergänzung zur Lederpflege von Handtaschen.

Sachgemäße Lederreinigung: So befreist Du Dein Leder von Verschmutzungen

Leder ist ein zeitloses Material, dass sich nicht nur durch Robustheit auszeichnet, sondern auch optisch zu überzeugen weiß. Doch was tun, wenn Handtasche oder Portemonnaie schmutzig werden oder Fettflecken aufweisen? Nachfolgend zeigen wir Dir eine Maßnahme mit der Du Deine Ledertasche spielend einfach reinigen kannst.
Ein probates Produkt zur Beseitigung von Verschmutzungen ist Lederseife. Diese sollte allerdings nur bei schweren Verschmutzungen verwendet werden. Wie so oft im Leben gilt auch hier ‚Weniger ist mehr‘!

Wenn es wirklich nötig ist Wasser und Seife zu verwenden, wäscht Du am besten die gesamte Tasche, um einzelne Wasserflecken zu vermeiden.
Wie bei allen Lederpflegeprodukten vorher an einer verdeckten Stelle testen. Es kann sein, dass das Leder durch die Behandlung Farbe verliert!
Wenn der Fleck entstanden ist, weil in der Tasche etwas auslief kann es deshalb sinnvoll sein, den Fleck von innen zu behandeln. (Vorausgesetzt, die Tasche ist ungefüttert.

1. Seife anfeuchten und ein wenig aufschäumen, flüssige Lederseife einfach direkt auf einen angefeuchteten Lappen geben. Trage das Mittel beim Reinigen nicht direkt auf das Leder auf und verwende stattdessen ein weiches Baumwolltuch.

2. Immer von außen nach innen wischen, um den Fleck nicht zu vergrößern. Achte darauf, mit einem sauberen feuchten Tuch und Wasser die Seifenreste wieder zu entfernen.

3. Nach dem Reinigen der Lederhandtasche lässt Du diese an der Luft trocknen. Wichtig: Schütze diese vor direkter Sonneneinstrahlung, da sich sonst Flecken bilden können.

4. Abschließend gibst Du etwas Lederpflegemittel auf die Handtasche und trägst es gemäß der Anweisungen des Herstellers auf. Es kann gut sein, dass Deine Tasche nun steifer ist als vorher, das gibt sich aber, wenn das Leder ein wenig ‚bewegt‘ wird.

 

Weiterführende Informationen zur Lederpflege findest Du auf lederzentrum.de und terra-care.de.